feministisch nach Frankfurt

Unsere Antwort auf die Krise? Care Mob und Care Revolution!
April 11th, 2013

— Eine unabhängige feministische Mobilisierung —-

Kommt mit nach Frankfurt und demonstriert mit uns am 31.Mai/1.Juni gegen
die herrschende Krisenpolitik!

Wir wollen zu den Blockupy-Protesten in Frankfurt eine unabhängige feministische Mobilisierung auf die Beine stellen und suchen noch Gruppen, Frauen*, Personen, die sich uns anschließen und Lust haben mit uns gemeinsam, was zu überlegen und ihre Ideen/Forderung auf die Straße zu tragen, denn in den bisherigen Blockupy-Protesten der antikapitalistischen Bewegung, war uns die feministische Perspektive nicht präsent genug. Bisher sind wir einige vernetzte feministische Gruppen in Marburg, Köln und Berlin und hoffen noch weitere Feminist*innen & friends (gender offen) in vielen Städten/Regionen zu erreichen, um gemeinsam mit euch unsere Themen, unsere Kreativität und Wut auszudrücken.

Die europäische Krisenpolitik übt einen unglaublichen Druck auf alle Bereiche der sozialen Reproduktion aus, sei es Gesundheit, Kinderbetreuung, Bildung, Pflege und die Doppelbelastung in den privaten Lebensgemeinschaften/Familien. Während es in den öffentlichen Debatten verstärkt um Rettungspakete für Banken und Staaten geht, wollen wir unser Leben/die Lebensbedingungen der Menschen in den Fokus rücken und die herrschende Zuweisung von Belastungen/Aufgaben an Frauen* thematisieren. Wir sehen die Krise nicht als etwas, was erst seit dem Finanzcrash 2008 auftritt, sondern als ein grundlegendes Mißverhältnis in der Art und Weise, wie unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen in diesem System organisiert sind. Eine feministische Perspektive auf die Krise ist eine Bedingung, um diese überhaupt zu verstehen.

Unter Krise der Reproduktion fassen wir sowohl, dass Frauenhäusern die Finanzierung entzogen wurde, als auch, dass Jugendbildungsarbeit unter immer prekäreren Umständen stattfindet, das Krankenhäuser privatisiert werden und der Personalstand, keine ausreichende Versorgung mehr zulässt, dass sich die Lebensbedingen für Menschen ohne Papiere oder ohne Aufenthaltsgenehmigung verschlechtern, dass es lange Wartelisten für Kitaplätze gibt, Angebote für Gebärdendolmetschen und Assistenz für Behinderte nicht ausreichen und dass geringe Löhne und Hartz IV den Alltag der Menschen, besonders mit Kindern immer schwieriger macht und die Burn Out Raten steigen. All diese Auswirkungen sind in der Öffentlichkeit nicht so präsent und der Umgang mit ihnen wird vielfach privatisiert und muss individuell gelöst werden. Dieser Vereinzelung und individuellen Lösungsstrategien gilt es wieder verstärkt Solidarität entgegen zu setzen und kollektive Handlungsstrategien zu entwickeln. Wir wollen die unabhängige feministische Mobilisierung zu Blockupy auch nutzen, um hierüber ins Gespräch zu kommen. In Zukunft wollen wir nach kollektiven Lösungen für neue und alte von Feminist*innen problematisierte Misstände suchen: Statt Enteignung und Individualisierung (z.B. durch individuelle „Emanzipationsmöglichkeiten“ für privilegierte Frauen*) – kollektive Aneignung von Reproduktionsmitteln und solidarische Strategien!

Bitte achtet auf Ankündigungen oder schaut auf folgenden Websides (http://naturfreundejugend-berlin.de/ak_feminismus, http://blockupy-frankfurt.org) nach Terminen oder kommt einfach nach
Frankfurt und achtet auf die Ankündigungen vor Ort. Wir wollen am Freitag bei den Protesten als „Care Mob“ in der Stadt unterwegs sein und werden am Samstag auf der Demo einen feministischen Block bilden und die „Care Revolution“ ausrufen. Unsere Mobilisierung ist gender offen, einige der beteiligten Gruppen sind all gender, die meisten Gruppen sind
FL oder FLT* organisiert. Wir hoffen, den verschiedenen Organisierungsformen gerecht zu werden und im Demoblock gehen Frauen voran. Wir hoffen auch auf vielfältigste Ausdrucksweisen, bringt mit,
was für euch die Reproduktionskrise symbolisiert: Windeln, Wischmob, was immer euch einfällt. Wir sehn uns in Frankfurt!

Donnerstag, 30.5.
Anreise, Aktionstrainings und Versammlungen im Camp, Ort wird noch
bekannt gegeben, siehe webside

Freitag, 31.5.
Blockade der EZB und anschliessende Aktionen
Abends Veranstaltungen und Kultur

Samstag, 1.6.
Internationale Demonstration: Auftakt 11.00 Uhr am Baseler Platz
Abschluss am Willy-Brandt-Platz an der Europäischen Zentralbank (EZB)
mit Kundgebung Und Asambleas zur Zukunft des Widerstandes

http://naturfreundejugend-berlin.de/ak_feminismus/care-revolution

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Care Revolution

Erschöpfung des Sozialen

19. Dez 2012, zeitschrift-luxemburg.de, Heft 14, 4/2012:
Von Gabriele Winker.

Menschen sind in den vorherrschenden Krisendebatten weitgehend entsorgt. Es geht um Banken, denen es schlecht geht, um Märkte, die nervös reagieren, oder um misswirtschaftende Schuldenstaaten, die den Euro infizieren. In vielen linken Debatten geht es dagegen primär um die Bedeutung des Finanzkapitals. Menschen mit ihren Existenzsorgen und ihrem Zeitstress werden nur am Rande erwähnt.

Siehe: Zeitschrift Luxemburg: http://www.zeitschrift-luxemburg.de/?p=2482

Armut und Frauen

„Sehr, sehr wütend“

Martina Madner

in an.schläge (26.11.2012)

Warum wir alle gemeinsam mit den Frauen, die von Armut betroffen sind, an den Strukturen unserer Gesellschaft rütteln sollten. Ein Plädoyer für eine Neuverteilung von Arbeit und Vermögen.

Einmal von Armut betroffen zu sein, das hätte sich weder Maria Stern noch Susanne Stockinger früher vorstellen können. Die Armut kam trotzdem: bei Maria Stern nach ihrer Scheidung, bei Susanne Stockinger als sie ihren Job verlor und nach einer langen Phase der Arbeitslosigkeit in Pension ging.

http://www.anschlaege.at/

Quelle: Linksnet

Wachstumskritik

Bei der Tagung „Schneewittchen rechnet ab“ am 3. November 2012 in Berlin fanden verschiedene Arbeitsgruppen statt, unter anderem zum Thema „Wachstumskritik und Alternativen in der feministischen Ökonomie„.Neulich (im Oktober 2012) war Adelheid Biesecker zu Gast in der Enquete-Kommission des Bundestags und referierte zum Thema Arbeit.

siehe auch:
http://blog.postwachstum.de/welche-rolle-konnen-commons-fur-eine-nachhaltige-postwachstumsgesellschaft-spielen-20120916/

http://www.gender-happening.de/240/Wachstumskritik-und-Alternativen-in-der-Feministischen-OEkonomie.html

Tagung Schneewittchen rechnet ab

Am 3. November 2012 soll in Berlin eine Tagung zur feministischen Ökonomie stattfinden, unter dem Titel „Schneewittchen rechnet ab…„.

Mehr Infos: http://feministischeoekonomie.wordpress.com

Geplant sind viele spannende Referate, und im Vorfeld wird es auf der Webseite Diskussionbeiträge und Texte geben, zum Beispiel von Frigga Haug und Elisabeth Voss:

http://feministischeoekonomie.wordpress.com/2012/09/25/frigga-haug-wozu-um-zeit-kampfen/

https://feministischeoekonomie.wordpress.com/2012/10/01/elisabeth-vos-solidarische-okonomie/

(Quelle: indy)(Bildquelle: Artikel zu Fight Lookism, indymedia)

Gender and Crisis | Gender und Krise


source: justseeds.org

Seit Jahren haben wir es mit Finanzkrisen, Schuldenkrise, Eurokrise und anderen Krisen zu tun.

Texte zur Ökonomie, die Auswirkungen dieser Krisen auf die Geschlechterverhältnisse beleuchten, sind nach wie vor Mangelware. An dieser Stelle sollen Texte zu Gender und Krise, feministischer Ökonomie, Occupy Patriarchy, usw. gesammelt werden.

Einige Texte:

Fiskalvertrag: Griechenland als Labor der EU:
http://diestandard.at/1332323438422/Fiskalvertrag-Griechenland-als-Labor-der-EU

Kommentar von Elisabeth Klatzer zum Fiskalpakt:
http://derstandard.at/1331780192549/Elisabeth-Klatzer-Fiskalpakt-Frontalangriff-auf-das-europaeische-Projekt

Occupy Patriarchy! Zeltstadt der Frauen am 12. Mai 2012 im Zentrum von Wien
http://www.20000frauen.at
http://www.ceiberweiber.at/index.php?p=news&area=1&newsid=787

(10.2.2012) WIDE Austria: Stellungnahme zu Rio+20 „The future we want“
http://www.oneworld.at/wide/2012/WIDE-Rio%2B20.htm

Links:
http://www.occupypatriarchy.org